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www.Reitwagen.at - Das schnelle österreichische Motorradmagazin
Was die Schweitzer über den Reitwagen meinen
26.07.2009
Gestern abend am Züricher Flughafen habe ich dann doch mal freche SFR 6,50 (in Euroland zahlt man nur ¤3,30) investiert und mir erstmals eine Ausgabe von “Der Reitwagen” gegönnt.
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Die RW Redaktion im Blick

Das “schnelle Motorradmagazin” ist hierzulande nur im gutsortierten Bahnhofsbuchhandel zu bekommen, deshalb mache ich wohl kaum der Schleichwerbung schuldig, wenn ich berichte, wie es mir die fast zwei Stunden Flugzeugaufenthalt auf dem Mittelsitz erträglich machte.

 

Nach zwei Stunden war der Spaß allerdings auch schon wieder vorbei, denn länger brauchte ich nicht, um sämtliche Artikel auf den 100 Heftseiten zu lesen. Grafiklastig nennt man das wohl.

 

Doch es ist grade der Text, den die Reitwagen-Fans zu schätzen wissen, denn die Sprache in der die Autoren, die nur unter Namen wie Zonko, Berzerk oder Elvis Presser schreiben, unterscheidet sich doch deutlich von dem was die Fachpresse sonst so publiziert. Sätze wie

 

“Als ich auf dem aggressiven grünen Viech nach der Autobahnabfahrt im weit einsehbaren freien Land zuerst den Einser bis knapp 160 km/h ausdrehte, den Zweier bis 200 nachlegte und den Dreier bis kurz bis 230 einfahren ließ und das Vorderrad die ganze Zeit knapp über dem sphalt dahinflog, putzte es mir sämtliche Schwellen, Hürden und Hindernisse, die der Alltag nebenbei so abstellt, mit einer nicht aufzuhaltenen Leichtigkeit aus Körper und Seele. Himmel ja, es gibt das Paradies auf Erden!”

 

würden in der Redaktion von “Motorrad” bestimmt gleich zu waschkorbweise eintrudelnden Leserbriefen führen, die sich über den verantwortungslosen Raser beschweren, doch eigentlich beschreibt hier doch nur ein Motorradfahrer über das Motorradfahren und was er daran liebt. Wer auf der Landstraße immer unter 100 km/h bleibt, der werfe den ersten Stein…

 

Der Schwerpunkt des Magazins liegt zwar auf dem schnellen Bewegen von schnellen Motorrädern, doch umso amüsanter werden dann Vergleichstest wie zwischen Harley Road King und Kawasaki VN 2000, die angeblich nur aufgrund einer verlorenen Wette zustande kamen.

 

Anderswo hätte ich sowas sofort überblättert.

 

Hinderlich für den (meinigen) Lesefluss ist die Sprachbarriere. Das Österreichische hat mehr eigene Vokabeln und Redewendungen als mir bewusst war und erweitert man diese um die Eigenkreationen der Reitwagen-Redakteure (es hat schon etwas gedauert, bis ich wusste wo die Bogolei liegt…) kommt man am Anfang doch schnell mal ins Stocken. Doch laut Wikipedia haben es dank Reitwagen ja auch Begriffe wie “herbrennen” oder “Kilogixxer” in unseren Sprachschatz geschafft. 

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Hayabusa im Praxistest

Beim nächsten internationalen Zeitschriftenregal dem ich gegenübertrete werde ich bestimmt wieder Ausschau nach den schnellen Ösis halten…

 

Ein Schweitzer

MR/LF 


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